Nachdem uns die vom Bremer Ingenieurbüro UTEC vor kurzem vorgestellte Machbarkeitsstudie im Pilotprojekt die technische Machbarkeit grundsätzlich attestiert und – im Rahmen einer groben Kostenschätzung – auch die ökonomische Machbarkeit des projektierten Anergienetzes bestätigt hatte, galt es, einen Ingenieursbetrieb für die kommenden Planungsschritte auszuwählen. Die genossenschaftliche Arbeitsgemeinschaft Bau hat sich zusammen mit dem Vorstand der Genossenschaft Anergienetze eG nun im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens für die BauGrund Süd ErdEnergiemanagement GmbH entschieden.
BauGrund Süd hat uns glaubhaft dargelegt, dass sie sowohl technisch als auch organisatorisch in der Lage sind, das Pilotprojekt bis zum Ende der Planungsphase (und gegebenenfalls darüber hinaus bei Bau und Inbetriebnahme des Netzes) zu begleiten.
Mit der Beauftragung von BauGrund Süd läuten wir zugleich die nächste Runde im Förderprogramm des Bundes für Effiziente Wärmenetze (BEW) ein. In dieser Phase (zweite Phase im Modul 1 des BEW-Förderprogramms) soll die Entwurfs- und Genehmigungsplanung soweit geleistet werden, dass es zu einer fundierten Kostenberechnung kommt. Am Ende dieser Phase (wenn alles gut läuft bis Ende August 2026) werden wir in unserer Genossenschaft abzuwägen haben, ob wir auf Basis der dann erfolgten Kostenberechnung in der Lage sein werden, gemeinsam den Bau und die Umsetzung unseres Pilotprojektes zu starten. Das erfordert dann einen Beschluss der Generalversammlung, die wir voraussichtlich nach dem Ende der Sommerferien einberufen werden. Und dann stellen wir den nächsten Förderantrag...
Im Anschluss geht es hoffentlich zügig in Richtung Bau und Umsetzung. Bis dahin hoffen wir sehr, dass auch die Unterstützung der verschiedenen senatorischen Behörden, massgeblich der Umweltsenatorin Müller, erfolgreich zu einem für beide Seiten tragfähigen Finanzierungskonzept für das Pilotprojekt geführt haben. Denn die bisherige finanzielle Unterstützung, die für uns nicht selbstverständlich war, zeigt, dass unser Projekt für die Stadt als wirkungsvolle Perspektive zur Erfüllung der ambitionierten kommunalen Wärmeplanung gesehen wird.