Eduard Dubbers-Albrecht, 1. Vorsitzender der Metropolregion Nordwest, war der Laudator für unser Projekt und hat ganz nebenbei "gestanden", dass ein Gebäude seines Logistikunternehmens bereits seit einiger Zeit mit Erdwärme versorgt wird - zur vollen Zufriedenheit.
Die Genossenschaft ErdwärmeDich eG vertritt Bremen in dem Projekt Erdwärmenetze – genossenschaftliche CO₂-freie Wärmeversorgung in der Metropolregion NORDWEST (ErdWärME) und wird zusammen mit den Klimaschutzmanagern aus Delmenhorst, Varel, Wilhelmshaven und Oldenburg die Verbreitung der kalten Netze in der Region voranbringen.
... aus der Jahrespressekonferenz der Metropolregion Nordwest:
Das Projekt ErdWärME möchte dazu beitragen, dass auch Bürger*innen in der Metropolregion die Wärmewende aktiv mitgestalten. Dafür haben Delmenhorst, Wilhelmshaven, Oldenburg und Varel eine Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft ErdwärmeDich eG gesucht, um eine CO₂-freie Wärmeversorgung sowohl in dicht besiedelten städtischen Gebieten als auch im weitläufigen ländlichen Raum zu ermöglichen.
Die gemeinwohlorientierte Genossenschaft ErdwärmeDich eG projektiert und baut in Bremen ein erstes Anergienetz zur Nutzung von Erdwärme. Ein Anergienetz ist ein kaltes Nahwärmenetz, das Wärme auf niedrigem Temperaturniveau zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert. In den Gebäuden heben Wärmepumpen die Wassertemperatur auf die benötigte Vorlauftemperatur an. In der Bremer Humboldtstraße ist das Pilotprojekt bereits gestartet. Mit einer Machbarkeitsstudie soll das große Potenzial dieses Modells aufzeigt werden. Das hier erworbene Wissen, beispielsweise zu verbindlichen Vereinbarungen mit städtischen und privaten Entscheidungsträger:innen möchten ErdwärmeDich und die beteiligten Projektpartner:innen in Delmenhorst, Wilhelmshaven, Oldenburg, Varel nun nutzen, um neue genossenschaftliche Projekte in Bremen zu unterstützen und Initiator:innen von lokalen Clustern in anderen Kommunen zu beraten und zu vernetzen. Durch den Aufbau solcher Cluster kann der Ausbau weiterer Anergienetze in Bremen vorangetrieben und in anderen Kommunen initiiert werden.
„Diese Zusammenarbeit ist für uns eine gute Gelegenheit, einen weiteren Baustein in der kommunalen Wärmeplanung und letztendlich im Klimaschutzkonzept der Stadt Delmenhorst zu implementieren. Dabei können wir von der Expertise und dem Netzwerk der ErdwärmeDich Genossenschaft profitieren und den Bürger:innen unserer Stadt mittelfristig Perspektiven für eine nachhaltige Energieversorgung an die Hand geben.“
Dr. Gema Martínez Méndez, Klimaschutzmanagerin der Stadt Delmenhorst
Ziel des Projektes ist es, durch direkte Beteiligung und Mitgestaltung der Bürger:innen mehr Akzeptanz für erneuerbare Energien zu schaffen und gleichzeitig günstige, stabile und nachhaltige Wärmeversorgung unter dem Motto "Wärme für alle" zu ermöglichen – unabhängig von Wohnort und sozialem Status.
„Genossenschaftliche Wärmeversorgung ist für uns ein Herzensprojekt. Die unterschiedlichen baulichen Voraussetzungen in städtischen Wohngebieten und die damit verbundenen Hemmnisse für eine emissionsarme Energieversorgung waren für uns Ansporn, Wärmeplanung neu zu denken. Unsere Ideen möchten wir nun gern in andere Regionen und Kommunen weitertragen, um die Wärmewende für alle weiter voranzubringen.“
Prof. Dr. Wilhelm Friedmann, Projektleiter für die ErdwärmeDich-Anergienetze eG
Gema Martínez Méndez (Delmenhorst) und Will Friedmann (ErdwärmeDich) haben das gemeinsame Projekt bis zum Fördererfolg gebracht. Nicht unerheblich war dabei der Beitrag von Jens Radke (ErdwärmeDich), der die beteiligten Kommunen angesprochen und gewonnen hat, sich finanziell an dem Projekt zu beteiligen. Nun werden wir die Idee der genossenschaftlich organisierten Wärmeversorgung in der Region bekannt machen und zusammen mit den Aktiven in Varel, Wilhelmshaven und Oldenburg für eine langfristig bezahlbare "Wärme für alle" werben.